Die Kommission hat am 14. Februar 2007 die Mitteilung Wissenschaftliche Informationen im digitalen Zeitalter: Sicherung des aktuellen und des künftigen Zugangs im Interesse von Forschung und Innovation vorgelegt. In der Mitteilung wird das System der wissenschaftlichen Veröffentlichungen in Europa und die Auswirkungen auf die Forschung angesprochen. Fragen wie Zugang, Verbreitung und Bewahrung wissenschaftlicher Informationen sind Teil der Mitteilung. Die Mitteilung bietet einen Überblick über den derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Veröffentlichungen und der Bewahrung von Forschungsergebnissen unter Einbeziehung organisatorischer, rechtlicher, technischer und finanzieller Aspekte in Europa.
Die Mitteilung kündigt ebenfalls eine Reihe von geplanten Maßnahmen auf europäischer Ebene an, unter anderem die Förderung neuer Möglichkeiten für einen besseren Zugang zu wissenschaftlichen Online-Informationen und zur digitalen Erhaltung von Forschungsergebnissen für künftige Generationen. Die Mitteilung geht ebenfalls darauf ein, wie die Kommission mit dem Konzept des offenen Zugangs in Projekten des siebten Forschungsrahmensprogramms umgehen will.
Er sei sich bewusst, dass wissenschaftliche Verlage und die wissenschaftliche Gemeinde über den offenen Zugang diskutierten (manchmal auch kontrovers), sagte Forschungskommissar Janez Potočnik. Die Kommission glaube jedoch, dass ein besserer Zugang zu wissenschaftlichen Informationen die Forschung ankurbeln werde und zu mehr Veröffentlichungen führen werde und somit den Europäischen Forschungsraum stärken werde.
Die größte Herausforderung sei es, so die Kommission, eine Lösung zu finden, die sowohl für Wissenschaftler als auch für Verleger von Vorteil ist. Dies bedeutet, die schnelle Verbreitung von Ergebnissen innerhalb der Wissenschaftsgemeinde, die durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien vereinfacht wird, zu fördern und für Verleger von wissenschaftlichen Schriften, dass sie entsprechende Bezahlung dafür erhalten, in Instrumente und Mechanismen zu investieren, um den Informationsfluss und das Peer-Review-System zu organisieren.




