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Nanomedizin braucht klare Richtlinien [DE]

Veröffentlicht 21. Dezember 2005 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Laut einer wissenschaftlichen Zukunftsstudie zur Nanomedizin müssen neue verbindliche Richtlinien erarbeitet werden, um den sicheren und verlässlichen Transfer neuer Technologien vom Labor auf den Markt zu gewährleisten. 

Die European Science Foundation (ESF) hat eine Zukunftsstudie zur Nanomedizin (medizinische Anwendung der Nanotechnologie) durchgeführt, die sich über zwei Jahre erstreckte. Diese Studie ist die erste ihrer Art. Sie merkt an, dass der alte Kontinent "an der Spitze dieser hochmodernen Technologie" sei. 

Nanomedizin nutzt Hilfsmittel, deren Grösse im Nano-Bereich liegen, um Krankheiten zu diagnostizieren, ihnen vorzubeugen und sie zu behandlen. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Nanomedizin vor einem Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen steht. 

Laut Frau Professor Ruth Duncan von der Cardiff University ist "Europa auf vielen Gebieten der für die Fortschritte in der Nanomedizin erforderlichen Nanotechnologie besonders stark, unter anderem bei der Entwicklung von Nano-Arzneimittel und Arzneimittelabgabesystemen". 

Der Studie zufolge muss jedoch mehr in Kommunikation, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Weiterbildung und Schulung in Nanomedizin investiert werden. Es müssten außerdem neue speziell auf Nanomedizin ausgerichtete Richtlinien erarbeitet werden, um den sicheren Transfer von Erfindungen vom Labor in Kliniken und auf den Markt zu gewährleisten. Wenn diese Empfehlung nicht befolgt wird, wird Europas Vermögen, eine führende Rolle in Nanomedizin zu spielen und entsprechenden Nutzen zu ziehen, aufs Spiel gesetzt, warnt der Bericht. 

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