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"SmartGrids": Vision für ein gemeinsames europäisches Stromnetz [DE]

Veröffentlicht 10. April 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die größte Herausforderung der Stromversorgung in Europa wird künftig darin bestehen, die bestehenden Netzwerke der Kohlekraftwerke an neue, kleinere, dezentrale und alternative Energiequellen anzupassen.

Vertreter der europäischen Technologieplattform „SmartGrids“ – ein Elektrizitätsnetzwerk für die Zukunft haben ihre Vision für die Entwicklung sicherer und beständiger Elektrizitätsnetzwerke in Europa vorgestellt.  Ziel ist es, sowohl die zentralen Stromerzeugungsanlangen als auch die kleineren, dezentralen Stromquellen bestmöglich zu nutzen, um eine verlässliche und kosteneffektive Energieversorgung zu ermöglichen.

Europas derzeitiges Stromnetz beruht überwiegend auf großen Stromerzeugungsanlagen auf Kohlenstoffbasis, deren Standort häufig weit vom Endverbraucher entfernt liegt.  Laut der Kommission könnten 21 % der Energie in Europa aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden, wenn die bestehenden Stromnetze mit kleineren, lokalen Anlagen, wie Windturbinen oder Solarbatterien, besser kombinierbar wären.

Die Hauptelemente der Zukunftsvision von „SmartGrids“ sind:

  • Kompatibilität der bestehenden Stromnetze mit neuen Energiequellen (Windkraftanlagen, Brennstoffzellen, Solarbatterien)
  • Einsatz neuer Technologien, um insgesamt die Effizienz des bestehenden Systems zu verbessern und somit die Umweltverschmutzung verringern und Preise senken zu können 
  • Weitverbreitete Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien, um neue Dienstleistungen und Märkte zu entwickeln

Janez Potocnik, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung sagte, dass die EU de facto ein gemeinsames Stromnetz benötige, um die Stromnetzsicherheit kurzfristig zu verbessern, den Handel zwischen den Mitgliedstaaten und die Schaffung eines echten europäischen Strombinnenmarkts voranzutreiben.  

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