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Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, embryonale Stammzellen zu gewinnen, ohne den Embryo dabei zu zerstören.
Das amerikanischen Biotech-Unternehmen, Advanced Cell Technology, hat am 23. August 2006 verkündet
, dass Forschern ein Durchbruch in der Stammzellenforschung gelungen sei. Erstmals sei es gelungen, embryonaler Stammzellen von menschlichen Embryonen zu gewinnen, ohne den Embryo zu zerstören.
In der Debatten über das siebte EU Forschungsrahmensprogramm wurde die Frage, ob die Europäische Union Forschung mit embryonalen Stammzellen finanziell fördern sollte, im Europäischen Parlament und im Rat kontrovers diskutiert. Es gibt starke ethische Bedenken aufgrund der mit der Forschungsarbeit verbundenen Zerstörung der Embryonen. Dennoch haben beide Institutionen das Programm in erster Lesung befürwortet. Dieser mögliche Durchbruch in der Stammzellenforschung könnte mehr Unterstützung für diese Forschung bedeuten.
Bei der neuen Technik wird einem drei Tage alten Embryo eine von acht Stammzellen entnommen. Im Gegensatz zu der herkömmlichen Methode, bei der einem fünf Tage alten Embryo Zellen entnommen wurden, bleiben die Embryonen in diesem Stadium nach dem Eingriff intakt. Kritische Stimmen weisen jedoch auf den Mangel an medizinischen Beweisen für die normale Entwicklung der Embryonen hin. Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich darauf, dass die Eltern im Vorfeld ihre Zustimmung geben müssen zur Zellentnahme.
Embryonalen Stammzellen eignen sich zur Züchtung von jeder Art von Körpergewebe. Forscher hoffen mit Hilfe von Stammzellen neue Gehirnzellen, Adern, Knochen und komplette Organe züchten zu können und Behandlungsmöglichkeiten finden zu können für Leiden wie die Parkinsonsche Krankheit, Krebs oder Diabetes.