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29. November 2009
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Stammzellenregister soll neue Therapien fördern [DE][en][fr

Erschienen: Mittwoch 4. April 2007   

Eine europäische Datenbank für embryonale Stammzellen könnte voraussichtlich zur internationalen Standardisierung beitragen und neuen Therapien einen Aufschwung geben.

Die Kommission hat am 29. März 2007 beschlossen, eine neue europäische Datenbank für embryonale Stammzelllinien zu schaffen, die eine Million Euro aus den Mitteln des sechsten Forschungsrahmensprogramms erhalten soll. 

Eine Datenbank über alle bestehenden Zelllinien wird voraussichtlich die Koordinierung, die Effizienz und die Rationalisierung der embryonalen Stammzellenforschung in Europa erleichtern, da sie eine Plattform schaffen würde, die das Monitoring der bestehenden Forschung erleichtern würde. Außerdem würde durch eine solche Datenbank eine bessere Erforschung der Zelllinien ermöglicht

„Das Register trägt entscheidend dazu bei, dass bestehende Stammzellenlinien möglichst effizient genutzt und nicht unnötig neue Linien erzeugt werden. Auch im Hinblick auf die Einführung einheitlicher internationaler Normen für die Charakterisierung dieser Stammzellen, die für Fortschritte bei neuen Behandlungen und Therapien unerlässlich sind, wird das Register gute Dienste leisten“, so Wisschenschafts- und Forschungskommissar Janez Potočnik.

Die Initiative ist die erste ihrer Art weltweit. Diejenigen Mitgliedstaaten, die in der Stammzellenforschung aktiv sind, werden in die Datenbank eingebunden sein, nämlich Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden, die Niederlande und Großbritannien. Auch Staaten außerhalb der EU werden aller Voraussicht nach an dem Projekt teilnehmen. Zu diesen gehören Australien, Israel, die Schweiz, die Türkei und die USA.

Die Datenbank wird über das Internet zugänglich sein. Die Seite wird Daten bezüglich der Zelllinien enthalten und interessierte Beteiligte über die letzten Entwicklungen in Bereichen wie klinische Versuche informieren. Auch Angaben zur Herkunft der Stammzelllinien und Kontaktdaten werden in der Datenbank aufgeführt sein. 

Embryonale Stammzelllinien sind im Frühstadium aus dem menschlichen Embryo isolierte Stammzellenkulturen, die im Labor praktisch unbegrenzt kultiviert werden können und in jede der 200 Zelltypen im menschlichen Körper entwickelt werden können. Embryonale Stammzellen sind daher eine mögliche Quelle für die regenerative Medizin oder für die Schaffung von neuem Gewebe nach Unfällen oder Krankheiten.

Bisher sind keine medizinischen Behandlungen anerkannt worden, die auf Stammzellenforschung basieren und viele Länder haben Forschung mit embryonalen Stammzellen oder die Gewinnung neuer Stammzelllinien verboten. 

In der EU haben Österreich, Irland, Litauen, Polen und die Slowakei jegliche Forschung an embryonalen Stammzellen verboten, während in Deutschland, Frankreich und Italien zwar die Gewinnung von Stammzellen rechtswidrig ist, diese jedoch importiert werden dürfen. Das britische und belgische Recht ist am durchlässigsten und erlaubt es, Embryos zur Gewinnung von embryonalen Stammzellen zu schaffen. 

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