EurActiv Logo
EU-Nachrichten & Politikdebatten
- durch Sprachenvielfalt -
Bulgaria News
Turkey News
Germany News
Spain News
France News
United Kingdom News
Poland News
Czech Republic News
Slovakia News
Hungary News
Romania News
Serbia News
Greece News
Italy News
Bulgaria Turkey Germany Spain France United Kingdom Poland Czech Republic Slovakia Hungary Romania Serbia Greece Italy
EurActiv.com Réseau

ALLE SEKTIONEN BROWSEN

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Auf Grund des großen Erfolgs von EurActiv Deutschland findet die komplette deutschsprachige EU-Berichterstattung des EurActiv-Netzwerkes nun über Euractiv.de statt.

Die deutschsprachige Fassung von EurActiv.com wird nicht mehr aktualisiert, alle bisherigen übersetzten Texte bleiben aber im Archiv für Sie verfügbar.

Wir freuen uns, Sie künftig auf EurActiv.de begrüßen zu dürfen!

USA streben Verbesserung der globalen Beziehungen durch Wissenschaftsdiplomatie an [DE]

Veröffentlicht 29. Juli 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
Druckoptimierte VersionEinem Freund senden

Parallel zu den Plänen der Europäischen Kommission, im Herbst diesen Jahres einen strategischen EU-Rahmen für die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Technologie vorzulegen, hat ein amerikanischer Wissenschaftsverband die Einrichtung eines Zentrums für Wissenschaftsdiplomatie angekündigt, das, wie die USA hoffen, dazu beitragen wird, die Einstellung der Öffentlichkeit zu den USA weltweit zu ändern. 

Führenden Politikern in den Bereichen Wissenschaft und Außenpolitik zufolge, sei nun die richtige Zeit, um einen ehrgeizigen Vorstoß der US-Wissenschaftsdiplomatie zu starten. 

Das Zentrum für Wissenschaftsdiplomatie (Centre for Science Diplomacy), das der US-Verband für die Förderung der Wissenschaften (AAAS) gegründet hat, nehme seinen Betrieb zu einer Zeit auf, in der die USA vor beträchtlichen Herausforderungen im Hinblick auf ihre Beziehungen mit anderen Ländern stünden, so der AAAS. Er weist besonders auf den Misserfolg traditioneller diplomatischer Vorstöße bei Ländern wie Nordkorea, Iran und Ländern im Nahen Osten hin und fügt hinzu, dass die Einstellung der Öffentlichkeit zu den USA in einigen Ländern auf einem Tiefpunkt angelangt sei. 

Das Ziel des Zentrums sei es, die Wissenschaft und die Wissenschaftler in ihrer Rolle als Brückenbilder zu fördern und zu unterstützen und deren Bekanntheit sowohl in Außenpolitik- als auch Wissenschaftsgruppen zu erhöhen.

Dem Leiter der neuen Einrichtung, Vaughan Turekian, zufolge, werde das Zentrum auf Themen wie Klimawandel, Energie, Nachhaltigkeit, Innovation und Gesundheit ausgerichtet sein und zum nachhaltigen und systematischen Aufbau von Beziehungen beitragen. Das Zentrum werde sowohl mit der Wissenschaft als auch mit der Außenpolitik zusammenarbeiten, um Kooperationsprojekte zu entwickeln, die helfen könnten, die Beziehungen zwischen den Zivilgesellschaften verschiedener Länder zu stärken, so das AAAS. Dies solle vor allem dort geschehen, wo keine offiziellen Beziehungen bestehen oder, wenn vorhanden, sehr angespannt sind.

Wissenschaft und Technologie seien noch immer zwei der am meisten bewunderten Bereiche der US-amerikanischen Gesellschaft, schrieb Paula J. Dobriansky, US-Staatssekretärin für Demokratie und globale Angelegenheiten, im Jahr 2006. Sie unterstrich dabei die Bedeutung, die den beiden Bereichen bei der Stärkung der sanften Macht („soft power“) und der Fähigkeit des Landes zukäme, weltweite Achtung – beispielsweise durch die Entwicklung von lebensrettenden Impfstoffen oder die Bereitstellung von Bildern des Hubble Teleskops – zu gewinnen. 

Die EU hat bereits spezifische Kooperationsabkommen in den Bereichen Wissenschaft und Technologie mit einer Reihe von Ländern unterzeichnet. Der Kommission zufolge seien weltweit über 100 Länder an den Forschungsprogrammen der EU beteiligt. Das aktuelle siebte Forschungsrahmenprogramm verfügt ebenfalls über einen Aktionsbereich, der auf die internationale Zusammenarbeit für und mit Wissenschaftlern aus Drittstaaten abzielt. Durch diesen Aktionsbereich sollen Wissenschaftler aus Drittstaaten dabei unterstützt werden, Forschungsprojekte in Europa durchzuführen. 

Das Ziel der internationalen Wissenschafts- und Technologiepolitik der EU sei der Kommission zufolge, strategische Partnerschaften mit Nicht-EU-Staaten in ausgewählten Wissenschaftsbereichen aufzubauen, um der EU zu helfen, wettbewerbsfähiger zu werden und eine weltweit führende Rolle einzunehmen. Das Ziel sei außerdem, die besten Wissenschaftler aus Drittstaaten dazu zu bewegen, mit und in Europa zu arbeiten sowie Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen in der EU in die Lage zu versetzen, Kontakte in diese Länder aufzubauen, um Forschungssynergien auf globaler Ebene zu nutzen. 

Die Bewertung des Europäischen Forschungsraums (EFR) durch die Kommission im Jahr 2007 hat die Öffnung des EFR durch eine verbesserte internationale Forschungszusammenarbeit als eine ihrer obersten Prioritäten ausgemacht.  Als Folgemaßnahme der Bewertung wird die EU-Exekutive im September 2008 eine Mitteilung über einen strategischen europäischen Rahmen für die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Technologie veröffentlichen.

Advertising