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Principal, Border Management Staff College (P5)
Stagiaire / Trainee - for the leading EU policy media
Junior Scientific and Technical Advisor
Assistant Communications & Public Affairs Departments
Stellenangebot registrierenDie Kommission wird in kürze eine „Bürger-Agenda“ verabschieden, welche den Mangel an greifbaren Vorteilen von EU-Maßnahmen für die Bürger als eine der Hauptursachen der „Legitimitätskrise“ herausstellt.
Nach dem Scheitern der Verfassung in zwei Gründungsmitgliedsstaaten (Frankreich und die Niederlande) im Juni 2005 beschloss der Europäische Rat, eine einjährige „Reflexionsphase“ einzuleiten, um eine breite Debatte über die Zukunft Europas in allen EU-Staaten anzustoßen. Daraufhin präsentierte die Kommission ihren „Plan D“ für Demokratie, Dialog und Diskussion, um die Debatten der Mitgliedstaaten mit ihren Bürgern zu unterstützen.
Ein Jahr nach Beginn der Reflexionsphase will die österreichische Ratspräsidentschaft das Treffen des Europäischen Rates im Juni dafür nutzen, eine erste Bilanz zu ziehen.
Zwei neue Mitteilungen, welche EurActiv einsehen konnte, werden die Grundlage für den Beitrag der Kommission beim Europäischen Ratstreffen am 15. und 16. Juni bilden.
Die erste Mitteilung „Eine Bürgeragenda für Europa“ enthält die Diagnose der Kommission der derzeitigen Krise und empfiehlt, dass die EU-Politik konkretere Ergebnisse liefern muss. Die Kommission ging hierbei von der Prämisse aus, dass die EU nie zuvor so sehr gebraucht wurde wie heute, aber auch nie zuvor so sehr in Frage gestellt wurde.
Die Lösungsvorschläge sind allgemein gehalten:
Die Kommission ist bezüglich der weiteren Vorgehensweise bei der Verfassung sehr vorsichtig. Ausgehend von der Ansicht, dass zurzeit bei diesem Thema keine Einigkeit besteht, empfiehlt sie die Reflexionsphase zu beenden, um sich auf die Verwirklichung konkreter Projekte zu konzentrieren, und außerdem schrittweise die erforderlichen Bedingungen für eine zukünftige institutionelle Einigung zu schaffen. Sie macht den Vorschlag eine neue feierliche Erklärung, ähnlich der Messina-Erklärung
, zu entwerfen, welche die Werte und Ziele Europas darlegt mit dem Ziel, diese auch zu verwirklichen.
Die Kommission geht davon aus, dass die Überarbeitung des EU-Haushalts für 2008 Voraussetzung für den Erfolg der „Bürger-Agenda“ sein wird.
Die zweite Mitteilung liefert eine Synthese der Debatten, die während der Reflexionsphase geführt wurden. Eine der wichtigsten Erkenntnisse dieser Reflexionsphase ist, dass die EU-Bürger „relativ wenig über die EU wissen und nur ein geringes Interesse an der Funktionsweise der EU-Institutionen haben“, gleichzeitig aber hohe Erwartungen an die EU stellten.