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Bürger befürworten Investitionen in Europas ländliche Gebiete [DE]

Veröffentlicht 11. April 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Ein Bürgerforum hat konkrete Vorschläge an die Entscheidungsträger der EU bezüglich der Zukunft der ländlichen Gebiete in Europa gerichtet. Es bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit die Institutionen diese aufgreifen werden.

Nach einer intensiven dreitägigen Debatte, an der 87 Bürger aus neun verschiedenen europäischen Regionen teilnahmen, hat das Forum am 2. April 2007 den Entscheidungsträgern der EU seine Empfehlungen vorgelegt.

Die Initiative "Europäisches Bürgergutachten zur Zukunft der ländlichen Räume" wurde im Mai 2006 gestartet, um Bürgern mehr Mitsprache bei den Politiken, die ländliche Gebiete betreffen, zu geben. Das Bürgerforum sei eine Initiative von verschiedenen europäischen NGOs, erklärte der Vorsitzender Benoit Derenne von der Stiftung für zukünftige Generationen (FGG). Er sagte, das Hauptziel sei, die momentane Vertrauenskrise der EU und ihre Unfähigkeit, die Bürger einzubinden, zu überwinden.

Die Empfehlungen reichen von Lebensmittelkennzeichnung, einschließlich der Details zur Zahl der Kilometer, welche die Produkte bis zum Endverbraucher zurücklegten, bis hin zu Umwelt- und Gesundheitsfragen, umfassen jedoch auch Vorschläge zu Jugend- und bildungsmaßnahmen, um ländliche Gebiete für junge Menschen ähnlich attraktiv wie Städte mzu achen.

Alle eingeladenen Entscheidungsträger zeigten Interesse an den Ergebnissen des Forums, hielten sich aber mit Vorschlägen zu konkreten Maßnahmen zurück, die sie innerhalb ihrer Institutionen als Antwort auf die Empfehlungen ergreifen könnten.

Die Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Mariann Fischer Boel, sagte, das Projekte betone, was in ihren Augen die wichtigsten Aspekte der Unionsbürgerschaft seien: Partnerschaft, Teilnahme und soziales Interesse. Fischer Boel hob hervor, dass die Kommission innovative Initiativen, die darauf abzielten, die Bürger einzubinden, erkunden wolle. „Sie können uns helfen, Sie können die Zukunft beeinflussen“, so die Kommissarin.

Der Präsident des Ausschuss der Regionen,  Michel Debarre, unterstrich, dass die EU sich stärker dem Thema Bürgerbeteiligung widmen sollte, um Verstimmungen auf lokaler Ebene zu vermeiden.

Janusz Wojchiechowski, Mitglied des Europaparlaments, betonte die Bedeutung von Landwirtschaft für die Gesellschaft, besonders für die Nahrungsmittelproduktion. Auf die Frage des Moderators, wie er den Bericht einsetzen wolle, sagte er, er habe keine konkreten Ideen im Sinn, aber es sei eine gute Sache, eine Debatte zu beginnen.

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