In einer Stellungnahme auf der Internetseite der EVP sagte Daul, der selbst früher Landwirt war, er verstehe die Sorgen der Iren über ein nachteiliges WTO-Abkommen vollkommen.
Als engagierter Europäer und Franzose teile er die Sorgen, die man in Irland über die Richtung habe, die die WTO-Gespräche in Hinblick auf Landwirtschaft einschlage. Er sei entschlossen, sicherzustellen, dass jeder Versuch des EU-Handelskommissars Peter Mandelson, die europäische Landwirtschaft zu verraten, entschieden abgewehrt werde, so Daul.
Es jedoch nicht gelungen, mittels dieser Kritik an Mandelson, der Mitglied der Labour-Partei ist, im Vorfeld des irischen Referendums eine gemeinsame Haltung der größten politischen Fraktionen sicherzustellen. Folglich tätigten Sozialdemokraten, Liberale und Grüne einen „Aufruf an die irischen Bürger“ – ohne Beteiligung der EVP-ED. Der Text geht nicht so weit, die Iren aufzufordern, mit „Ja“ zu stimmen; stattdessen legt er dar, warum diese drei Parteien den Lissabon-Vertrag unterstützen.
Man erwarte die Entscheidung der Bürger mit einer gewissen Beunruhigung, da so viel davon abhänge, heißt er in der Stellungnahme.
Ein Sprecher der EVP-ED sagte EurActiv gegenüber, dass seine Fraktion die gemeinsame Stellungnahme nicht unterzeichnet habe, da sie ihre Haltung bereits zum Ausdruck gebracht habe. Er gab keinen weiteren Kommentar.



