Die Zusammenfassung von van Buitenen wurde am 5. März 2008 auf seiner Internetseite veröffentlicht. Er identifiziert Verträge, die den Assistenten durch einen Dienstleister ausgestellt wurden, als diejenigen mit dem größten Risiko der Manipulation, da sie hinsichtlich der von den Assistenten zu erfüllenden Aufgaben unklar seien.
So sei beispielsweise keine Klausel enthalten, die das Gehalt begrenzt, das jedem einzelnen Vertragsnehmer gezahlt werden kann. Die Zusammenfassung des Europaabgeordneten deckt einen Fall auf, in dem ein einziger Assistent von einem Dienstleister ein Gesamtgehalt von 15 496 Euro erhalten hatte – was der Summe entspricht, die jeder Europaabgeordnete monatlich erhält, um seine Mitarbeiter zu entlohnen.
Außerdem nennt der Bericht Fälle, in denen Zahlungen an einen Dienstleister für Leistungen getätigt wurden, die nicht in Beziehung mit Aktivitäten des Parlaments standen, wie beispielsweise Holzhandel. Weiter werden Fälle beschrieben, in denen die dienstleistende Organisation dem Europaabgeordneten selbst gehört.
Von den 167 geprüften Gehältern habe er 42 Abfindungszahlungen für Entlassungen gefunden, so der interne Prüfer. Zu letzteren kommt es in Fällen, in denen Assistenten ihren Arbeitsplatz verlieren, nachdem ein Europaabgeordneter nicht wiedergewählt wurde. So erhielt beispielsweise ein Assistent eine Abfindung in Höhe von fast 9 000 Euro, eine Summe, die sich aus Zahlungen zusammensetzt, die er von zwölf verschiedenen Europaabgeordneten während seiner dreimonatigen Kündigungsfrist erhalten hat.
Der Bericht prüft ebenfalls 21 so genannte Einmalzahlungen. In 18 Fällen stand keinerlei Dokumentation zur Verfügung; in fünf Fällen machten diese Zahlungen das drei- bis 19fache des monatlichen Gehalts eines einzigen Europaabgeordneten aus. In einem Fall wurden Zahlungen ohne den Abzug von Steuern oder Sozialabgaben geleistet.



