Die Kommentare kamen nachdem britische Medien die Europaministerin Glenys Kinnock mit der Aussage zitierten, Blair wolle den Posten haben.
Die neue Position soll als Teil der Reformen unter dem Lissabonvertrag geschaffen werden, der noch in den Startlöchern steht, da die Öffentlichkeit in Irland sich dagegen gewehrt hatte.
Der Vertrag, der darauf abzielt, den 27 Mitgliedstaaten verbesserte Führungsstärke, eine fairere Entscheidungsfindung und mehr Mitsprache in der Weltpolitik zu geben, könnte Ende des Jahres ratifiziert werden.
Es sei die Meinung des Premierministers, dass Tony Blair ein guter Kandidat für jeden internationalen Job wäre, sagte der Sprecher des Premiers Gordon Brown in einem Interview.
"Wenn Tony Blair sich um das Amt des Präsidenten der Europäischen Rates bewirbt, sobald die Stelle geschaffen wurde, dann werden wir ihn natürlich unterstützen." Es hat lange Spekulationen darüber gegeben, ob Blair sich für die Position bewerben werde. Dies kam am Mittwoch wieder auf, nach Kommentaren der Europaministerin Kinnock in Straßburg.
Die britische Regierung unterstütze Blairs Kandidatur als Präsidenten des Rates, zitierte der BBC Kinnock. Es sei die Position der Regierung. Sie sei sicher, dass sie dies nicht tun würden, ohne ihn zu fragen.
Blair trat im Jahr 2007 nach zehn Jahren an der Macht als Premierminister zurück und hat seitdem die Rolle des Nahostgesandten übernommen, der das Quartett repräsentiert, das aus den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union, den Vereinten Nationen und Russland besteht.
Die Beziehung zwischen Blair und Brown, die sich damit rühmen können, Labour in sein erstes Jahrzehnt an der Macht geführt zu haben, war zum größten Teil recht schwierig, da sich beide Männer um den Einfluss über die Partei und die Richtung der Politik stritten.
Der größte Widersacher, die Konservativen, von denen man glaubt, dass sie die nächste für Mitte 2010 vorgesehene Wahl gewinnen werden wollen, dass die EU weniger Macht über die Mitgliedsstaaten hat und sind gegen die Schaffung der Stelle eines Europäischen Präsidenten.
Jeder Inhaber der Position würde die Macht um sich herum konzentrieren sagte der Sprecher für Außenpolitik der Konservativen, William Hague. In den Händen einer Person so ehrgeizig wie Tony Blair wäre dies fast eine Garantie.
Das Büro Blairs leugnete, dass er sich für die Kandidatur des Postens bereit mache, der von den Staats- und Regierungschefs der EU auf Basis einer verlängerbaren zweieinhalbjährigen Amtszeit ernannt wird.
Es gebe keine Kampagne, sagte Blairs Sprecher. Wie man wiederholt gesagt habe gebe es nicht wofür Blair kandidieren könne, da es die Stelle noch gar nicht gibt.
(EurActiv mit Reuters.)



