Von denjenigen französischen Wählern, die beim Referendum gegen das neue EU-Vertragswerk stimmen wollen, geben mehr als die Hälfte (56 Prozent) an, dass der Hauptgrund für ihre Ablehnung der Verfassung darin bestünde, ihren Widerstand gegen eine EU-Mitgliedschaft der Türkei zum Ausdruck zu bringen. Dies ist eine der Botschaften, die aus einer vom 4. bis 5. März durchgeführten Telefonumfrage von Ipsos hervorgeht, deren Ergebnisse von der französischen Zeitung Le Figaro und dem Radiosender Europe 1 verbreitet werden.
Ein Viertel der Verfassungsgegner ist der Ansicht, dass ein ‚Nein’ die Möglichkeit einer Neuverhandlung über die Verfassung eröffnen würde und ein weiteres Viertel lehnt die Verfassung auf der Grundlage ab, dass sie im Wirtschaftsbereich zu liberal sei.
Unter den Befürwortern der Verfassung sagt ein Viertel, dass die Verfassung „einen historischen Schritt in Richtung eines politischen Europas darstellt“. 24 Prozent geben an, die Verfassung vor allem deswegen zu unterstützen, weil sie hinsichtlich der Verwirklichung eines ‚sozialen Europas’ Fortschritte bringe.
Würde das Referendum zum jetzigen Zeitpunkt abgehalten werden, würden insgesamt 60 Prozent der französischen Wähler mit ‚Ja’ stimmen und 40 Prozent würden sie ablehnen. Im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage, die im Januar durchgeführt wurde, hat die ‚Ja’-Seite zwei Prozent hinzugewonnen.



