EurActiv Logo
EU-Nachrichten & Politikdebatten
- durch Sprachenvielfalt -
Click here for EU news »
EurActiv.com Réseau

ALLE SEKTIONEN BROWSEN

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Auf Grund des großen Erfolgs von EurActiv Deutschland findet die komplette deutschsprachige EU-Berichterstattung des EurActiv-Netzwerkes nun über Euractiv.de statt.

Die deutschsprachige Fassung von EurActiv.com wird nicht mehr aktualisiert, alle bisherigen übersetzten Texte bleiben aber im Archiv für Sie verfügbar.

Wir freuen uns, Sie künftig auf EurActiv.de begrüßen zu dürfen!

Lissabon: Verfehlte Ziele und unerfüllte Versprechen

Veröffentlicht 25. Oktober 2004 - Aktualisiert 29. Januar 2010
DruckversionSend by email

Laut Romano Prodi ist die Strategie von Lissabon ein "großer Fehlschlag". Zielscheibe seiner Kritik sind vor allem die Mitgliedstaaten, denen er ihr Festhalten am Vetorecht vorwirft.

Der Versuch, die Strategie von Lissabon wiederzubeleben, erhält eine niederschmetternde Bewertung. In einem Interview mit der Financial Times hat der scheidende Kommissionspräsident Romano Prodi die Bemühungen der Mitgliedstaaten, die EU bis 2010 zum weltweit wettbewerbsstärksten Wirtschaftsraum zu machen, auf vernichtende Weise kritisiert. 

Weniger als zwei Wochen vor dem EU-Gipfel, auf dem der Bericht von Wim Koks Expertengruppe über die Lissabon-Strategie diskutiert wird, hat Prodi erklärt: "Lissabon ist ein großer Fehlschlag". Der Grund hierfür ist seiner Ansicht nach die Tatsache, dass die Mitgliedstaaten stur an der Einstimmigkeitsregel, die es einem einzigen Mitgliedstaat ermöglicht, ein Veto gegen einen Vorschlag einzulegen, festhielten. "Einstimmigkeit in allen Wirtschaftsbereichen ist unrealistisch. Will man an ihr festhalten, muss man auch akzeptieren können, dass Lissabon scheitert".

Wim Kok hat erklärt, die Lissabon-Agenda laufe Gefahr, "ein Synonym für verfehlte Ziele und unerfüllte Versprechen zu werden". Er fügte hinzu: "Die Fortschritte, die erzielt worden sind, sind aufgrund des Mangels an Engagement und politischem Willen unzureichend". Der Bericht von der unter der Leitung von Kok stehenden Expertengruppe schlägt vor, dass sich die EU auf 14 einfache Indikatoren konzentrieren solle, anstatt auf die derzeit ungefähr 100.

Advertising

Advertising

Advertising