Auf einer Konferenz am 15.Oktober, die von EurActiv und Friends of Europe in der Bibliothèque Solvay in Brüssel organisiert wurde, hatten Vertreter von Kommission, Industrie, Parlament, Think Tanks und Nichtregierungsorganisationen die Gelegenheit, die Öffentlichkeitsarbeit der EU zu diskutieren. Ein erfahrener EU-Beamter erklärte, dass es schwer sei, das Arbeitsprogramm der EU für nachhaltige Entwicklung in einfachen zitierfähigen Sätzen zu erläutern. Er schlug daher den Spruch "clean, clever and competitive" vor. Ein ehemaliger hochrangiger Politiker indes erklärte, dass zitierfähige Aussagen nur einen Teil der EU-Informationsvermittlung ausmachen könnten. "Es wird immer ein Bedarf an mehr als nur markanten Sätzen bestehen. Wir müssen bereit sein, mehr liefern zu können". Weiter schlug er vor, dass die EU das Wort 'Projekt' nicht mehr verwenden solle, da es Assoziationen eines unabgeschlossenen und unordentlichen Prozesses, an dem niemand beteiligt sein will, hervorrufe. Stattdessen sollte die EU die sinnträchtigen Begriffe 'Traum' und 'Idee' verwenden. Außerdem solle die EU engere Beziehungen zu den nationalen Parlamenten aufbauen und das Wort 'Brüssel' aus dem gängigen Sprachgebrauch streichen. "Es ist nicht das richtige Wort", so der Politiker. Public Affairs-Berater hoben hervor, dass es besonders wichtig sei, dass sich die EU bewusst mache, welche Teile der EU-Bevölkerung sie mit spezifischen Informationen erreichen wolle. Sie müsse sich auch dem Alltag der Menschen näher bringen. Ihre Botschaft müsse einfach gehalten werden und die EU auf eine Weise darstellen, dass hervorgeht, "dass die EU etwas bedeutet". Ein anderer Berater betonte, es sei wichtig, dass die EU einen Teil ihrer Informationsarbeit an andere Instanzen abgebe und 'lokale Botschafter' nutze. "Einfachheit, keine Details und Schwerpunkt auf Werte", laute das zukunftsweisende Motto.



