In einer Rede vor den Europaabgeordneten in Straßburg am 17. Januar 2007 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Arbeitsprogramm für die nächsten 18 Monate der deutschen, portugiesischen und slowenischen Präsidentschaft vorgelegt und gefordert, dass noch vor dem Gipfel am 21. und 22. Juni 2007 eine Lösung bezüglich der Zukunft der europäischen Verfassung gefunden werden solle.
Merkel betonte: „Die Phase des Nachdenkens ist vorbei. Jetzt gilt es, bis Juni neue Entscheidungen zu erarbeiten.“ Die deutsche Bundeskanzlerin drückte die Hoffnung aus, bis Ende der deutschen Ratspräsidentschaft einen Fahrplan zu verabschieden. Merkel warnte davor, dass ein Scheitern „ein historisches Versäumnis“ wäre. Sie betonte ebenfalls die Notwendigkeit institutioneller Reformen, als Voraussetzungen für künftige Erweiterungen.
Die Bundeskanzlerin betonte ebenfalls die Notwendigkeit eines nachhaltigen Handelsabkommens mit Russland. Merkel wird bei ihrem Besuch in Russland am 21. Januar 2007 diese Fragen diskutieren.
José Manuel Barroso betonte, die Präsidentschaft habe seine „volle Unterstützung“. Der Kommissionspräsident machte einige Vorschläge für die Erklärung von Berlin, die am 25. März 2007 vorgelegt und den Weg zu einer institutionellen Einigung ebnen soll. Laut Barroso müsse die Berlin-Erklärung in die Zukunft blicken: "Wir brauchen eine politische Entscheidung darüber, welches Europa wir in den nächsten Jahrzehnten haben wollen", so Barroso. Der Kommissionspräsident hob fünf wesentliche Elemente hervor: Solidarität, Nachhaltigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Transparenz, Sicherheit sowie eine externe Dimension. Europas Werte dürften nicht an Europas Grenzen enden.



