In Anbetracht des eng gesteckten Zeitplans, den die Staats- und Regierungschefs der EU festgelegt haben, wird der Vertrag vermutlich die institutionellen Reformen der Verfassung, auf die man sich 2004 geeinigt hatte, übernehmen. Davon abgesehen wird es vermutlich einige neue Vorschläge bezüglich des Inhalts des Vertrags geben.
Die Berliner Erklärung beschreibt die zukünftigen Herausforderungen:
- Energie- und Klimaschutzpolitik;
- Den Kampf gegen Terrorismus, die organisierte Kriminalität und die illegale Einwanderung, und;
- Stärkere Zusammenarbeit auf dem Gebiet gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, um Frieden, Freiheit und Entwicklung in der Welt zu fördern.
Der Text betonte des Weiteren die „soziale Verantwortung” des „europäischen Modells“ und identifiziert „Solidarität“ als einen der Hauptwerte der EU. Einige Mitgliedstaaten, allen voran Frankreich, haben erklärt, dass sie das „Soziale Europa“ stärker in der Verfassung betont wissen wollen.
Angela Merkel sagte, dass sie ihre oft kritisierte Strategie der „vertraulichen Beratungen“ bei der Ausformung des Vertrages fortsetzen würde. Während einer Pressekonferenz am 25. März 2007 erklärte Merkel, dass nicht alle Verhandlungen auf öffentlicher Ebene geführt werden könnten. Es werde viele Anhörungen geben, einschließlich jene bilateraler Natur. Dies sei, so Merkel, aufgrund der Beschaffenheit des Themas nicht auf öffentlicher Ebene möglich. Merkel verwies auf die Römischen Verträge, die ebenfalls hinter verschlossenen Türen ausgehandelt worden waren.



