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Als ein Zeichen für die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit kommen Blair und Chirac am 18.London zu einem Treffen zusammen. Unterschiedliche Haltungen zur Irakkrise bestehen indes weiter.
Anlässlich des hundertjährigen Bestehens der ‚Entente Cordiale' ist der französische Präsident Jacques Chirac nach Großbritannien gereist, wo er sich mit dem britischen Premier Tony Blair treffen wird. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche dürften wichtige EU-Themen, die Lage im Irak, die Übernahme des Vorsitzes der G8 durch die Briten sowie die Zusammenarbeit der beiden Länder in Afrika und Afghanistan stehen.
Am Vorabend seiner Abreise hat Chirac gegenüber Journalisten erklärt, dass die Situation im Irak Terroristen aktiviert hätte und dass er "ganz und gar nicht sicher" sei, dass die Entmachtung Saddam Hussein die Welt sicherer gemacht habe. "Bis zu einem gewissen Grad war die Entmachtung von Saddam Hussein eine positive Sache. Sie provozierte aber auch Reaktionen, etwa islamischer Männer und Frauen in mehreren Ländern, die die Welt gefährlicher gemacht haben", hieß es. Er fügte hinzu: "Unter den gegebenen Umständen kann ich mich nicht vorstellen, dass französische Truppen in den Irak entsendet werden".
"Es bestehen offene Meinungsverschiedenheiten zwischen uns, und wir sollten ehrlich genug sein, das auch einzugestehen", so ein Sprecher von Blair. Analysten weisen darauf hin, dass die Beziehungen zwischen Chirac und Blair am Tiefpunkt angelangt seien.
Während Chirac sich für eine stärkere EU eingesetzt hat, die ein Gegengewicht zur US-Macht darstellen kann, ist es Blairs erklärtes Ziel gewesen, eine Brücke zwischen Europa und den USA zu bauen.